NIMA ermöglicht Frühgeborenen ein kontaktloses, schonendes Monitoring ohne Stress und Schmerzen. Es liefert Pflegekräften verlässliche Messdaten und gibt Eltern mehr Nähe, Sicherheit und Vertrauen.
Problem
Jedes zwölfte Baby in Deutschland kommt zu früh zur Welt. Als frühgeboren gelten Babys, die vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Ihr Körper ist noch nicht vollständig entwickelt, Komplikationen können jederzeit auftreten. Deshalb werden ihre Vitalwerte auf der Frühgeborenen-Intensivstation kontinuierlich überwacht. Das heute übliche Monitoring erfolgt über Kabel, Sensoren und Pflaster direkt am Körper. Diese Technik ist medizinisch notwendig, verursacht jedoch Stress und Schmerzen, unterbricht Ruhephasen und erschwert den direkten Körperkontakt zwischen Eltern und Kind. Gleichzeitig bedeutet sie für das Pflegepersonal einen hohen Aufwand und führt häufig zu vermeidbaren Fehlalarmen.
Vergleich des aktuellen Monitorings mit NIMA
Lösung
Genau hier setzt das Projekt NIMA an. Es ermöglicht Frühgeborenen ein kontaktloses und schonendes Monitoring. Statt direktem Hautkontakt nutzt es Radar- und Kamerasensoren, die in einer kompakten Sensoreinheit integriert sind.
Aufbau der Sensoreinheit
Diese wird am Inkubator, an Infusionsständern oder an weiteren Halterungen befestigt. Ein beweglicher Arm richtet die Einheit präzise und autonom über dem Baby aus.
Produkt mit Sensoreinheit, Arm und Anbringung
Die erfassten Daten werden in einem digitalen System ausgewertet. NIMA passt sich dabei mithilfe von fünf verschiedenen Modi den typischen Situationen auf der Station an. Dazu gehören etwa Ruhephasen, Pflegemaßnahmen, Notfälle, der elterliche Hautkontakt oder der Transport. Das System erlernt die individuellen Vitalwerte des Frühgeborenen im stabilen Zustand und vergleicht diese stets mit den aktuellen Messungen. Auf diese Weise ordnet NIMA Störungen, Bewegungen oder äußere Einflüsse kontextabhängig ein und filtert sie aus den Daten heraus.
Innovation
Das Innovative an NIMA ist die Kombination aus kontinuierlicher Beobachtung und vorausschauender Analyse. Erkennt das System auffällige Veränderungen, warnt es frühzeitig, noch bevor ein Notfall eintritt. Dadurch gewinnen Pflegekräfte und Ärzt*innen wertvolle Zeit. NIMA verbindet kontaktlose Messverfahren mit intelligenter Auswertung und setzt damit einen neuen Standard für modernes Frühgeborenen-Monitoring.