v0.7

sounding out tomorrow

Sprachassistenz | Emotion | Zukünftige Mensch-Maschinen-Interaktion

Antonia Schäfer

Mark Jonathan Freyer

Titel des Projekts sounding out tomorrow

Die Welt der Sprachassistenzsysteme befindet sich im Wandel. Im Frühjahr 2024 wurden zahlreiche neue künstliche Assistenzsysteme vorgestellt. Unternehmen positionieren sich neu und investieren erhebliche finanzielle Mittel in die Entwicklung großer Sprachmodelle sowie deren Implementierung für die breite Masse. Die gegenwärtig bekannten Assistenzsysteme wie Siri, Alexa und Cortana können mit den jüngst vorgestellten künstlichen Assistenzsystemen nicht mehr mithalten. Unsere Gesellschaft steht vor einer neuen Art der Kommunikation mit Maschinen, was neue Herausforderungen und Designchancen mit sich bringt, die frühzeitig bearbeitet werden müssen, um die Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung zu stellen. Daher befasst sich diese Masterarbeit mit der Forschungsfrage:

„Welche Elemente der Mensch-Maschine-Interaktion sind erforderlich, um die soziale Rolle intelligenter Sprachassistenten zu gestalten?“


Zur Beantwortung dieser Forschungsfrage wurden verschiedene Ansätze verfolgt: Es wurden ein eigener Sprachassistent für eine ethnografische Studie erstellt, Interviews sowie diverse Tests durchgeführt, physische Prototypen erstellt und Zukunftsmethoden angewendet. Eine der größten Herausforderungen besteht im Aufbau von Vertrauen der User in intelligente virtuelle Assistenten (IVA).

Diese Arbeit untersucht daher die Gestaltung von

<1> physischen Interaktionspunkten, um Klarheit darüber zu schaffen, wann das Sprachassistenzsystem aktiv ist,

<2> die Latenz der Antwortzeit, um eine vertrauenswürdige Kommunikation herzustellen und

<3> den Charakter und die möglichen sozialen Rollen der intelligenten Sprachassistenz.

Die allumfassende Integration von intelligenten Sprachassistenzen in Arbeits- und Privatleben wird weitreichende Auswirkungen auf Infrastruktur, Forschung, Lehre, Wirtschaft und Gesellschaft haben. Durch die Zusammenarbeit mit intelligenten Sprachassistenzen wird der User entlastet, sein Umfeld profitiert und die gewonnene Zeit kann anderweitig genutzt werden.

Ziel ist es, einen Beitrag zur Vertiefung des Verständnisses der Mensch-Maschine-Interaktion im Kontext auditiver Systeme und bietet sowohl theoretische Einsichten als auch Empfehlungen für die Gestaltung zukünftiger Sprachassistenz.

Impressionen aus dem Research und Design Futuring Prozess


<1> Als Zugang zu intelligenten Sprachassistenzen sind physisches Objekt* erforderlich, da Mikrofone und Lautsprecher verbaut werden müssen. Ob diese in Smartphones, in Kopfhörern oder in Smartspeakern integriert werden, hängt vom Verwendungskontext ab. Hinzukommend besteht ein Bedarf, die Sprachassistenz bewusst ausschalten zu können, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen.

Prototypen, um die Interaktion des Ein- und Ausschalten zu testen.


<2> Eine Studie mit dem Ansatz des Role-Plays wurde durchgeführt. Die Methode ermöglicht es etwa, potenzielle Entwicklungen im Bereich der Sprachassistenzen-Interaktion zu erkunden. Mithilfe von Role-Plays können die Folgen des Einsatzes abgeschätzt und somit bereits zum aktuellen Zeitpunkt strategische Fehler vermieden werden. Die Studie wurde mit 14 Personen durchgeführt und Erkenntnisse zur Interaktion während der Antwortlatenz gewonnen.

Setup für das Role-Play-Testing


<3>Abschließend ist ein Konzeptentwurf für eine mobile Installation entstanden. Die Installation zielt darauf ab, den Menschen einen greifbaren Einblick in die zukünftigen Möglichkeiten und Entwicklungen mit intelligenten Sprachassistenzen zu bieten. Die Installation soll zeigen, dass sich in Zukunft unsichtbaren Benutzungsoberflächen selbst erklären. Es kann in unterschiedlichen Szenarien für etwas 15 bis 20 Minuten ein Gespräch mit IVA geführt werden. Dabei können erste Eindrücke und Erfahrungen gesammelt werden.

Konzept de mobilen Installation
Titel des Projekts sounding out tomorrow