Im Jahr 2035 ist nachhaltiges Handwerk keine Option mehr, sondern Voraussetzung. Die Naturbau-Initiative der Bundesregierung hat neben Holz auch Hanf, Myzel und andere biobasierte Werkstoffe zum Standard erhoben und macht deren lückenlose Dokumentation zur Pflicht. Wissen veraltet rasant, und lebenslanges Lernen wird Teil der täglichen Arbeit, um komplexe Nachweise rechtssicher zu führen.
Doch wie lässt sich ein nachhaltiges, lernendes Handwerk realisieren? Ohne vermehrte Bürokratie, Unterbrechungen im Arbeitsalltag und den Verlust handwerklicher Autonomie? Die Antwort: Mit TRACER™, einem System, das zirkuläres Handwerk erfasst, verknüpft und weiterentwickelt. Sichtbar, kollaborativ und nahtlos verankert im Arbeitsalltag aller Handwerker:innen.
Zukunftsbild
Bis 2035 haben sich Holz und biobasierte Materialien wie Myzel, Hanf und Flachs als Standard durchgesetzt. Ausgelöst wurde dieser Wandel durch die 2025 gestartete Naturbau-Initiative der Bundesregierung. Das Ziel: radikale Abkehr von ressourcenintensiven Baustoffen – hin zu einem regenerativen Bauhandwerk.
Die Welt in 2035
Die Bilanz nach zehn Jahren:
KI-gestütztes Monitoring schützt die Wälder, schnellwachsende Holzarten sichern die Versorgung, und der Holz-Hybridbau ist zum klimaneutralen Standard geworden. Biobasierte Werkstoffe sind heute breit verfügbar und bezahlbar. Gleichzeitig ist Transparenz zur Pflicht geworden – jedes Material muss über seinen gesamten Lebenszyklus digital rückverfolgbar sein. Nachhaltigkeit ist kein Ideal mehr, sondern nachweispflichtige Realität.
Das zirkuläre Handwerk
Handwerk endet nicht mehr mit der Montage. Planung, Nutzung und Rückbau gehören gleichwertig zum Prozess. Das zeigt sich im Alltag etwa bei der kurzfristigen Materialbeschaffung unter hohem Öko-Druck, bei der verpflichtenden Prüfung von CO₂-Daten jedes einzelnen Bauteils oder bei der lückenlosen Dokumentation aller Arbeitsschritte vor Ort. Kund:innen erwarten volle Transparenz – inklusive Herkunftsnachweisen, Pflegeanleitungen und Wartungsplänen, da viele biobasierte Materialien empfindlicher sind und stärker „arbeiten“.
Probleme der Zukunft
Zentrale Probleme
Diese Transformation hat jedoch ihren Preis. Die umfassenden Nachweispflichten verdrängen das eigentliche Handwerk: Materialpässe und digitale Protokolle stören den Arbeitsfluss und werden oft als Belastung erlebt. Gleichzeitig erfordert die Dynamik neuer Materialien und gesetzlicher Vorgaben eine ständige Weiterbildung, die meist zusätzlich zur eigentlichen Arbeit stattfindet. Trotz wachsender Datenmengen geht praktisches Wissen verloren, da Erfahrungen selten dokumentiert oder weitergegeben werden. Digitale Systeme speichern zwar Informationen, aber keine Entscheidungswege oder Kontext – mit jedem Personalwechsel geht wertvolles Wissen verloren.
Wie bewahren wir das Handwerk in einer Zukunft, in der ökologische Verantwortung zur operativen Überforderung wird?
TRACER™ Headset
Artefakte und Ergebnis
TRACER™ verknüpft physisches Werkzeug mit digitaler Intelligenz. Das Headsetmodul und die vernetzten Werkzeuge erfassen alle relevanten Projektdaten nahtlos und freihändig während des Arbeitsprozesses. Diese Datenströme werden im TRACER™-System aggregiert und analysiert.
TRACER™ ist ein System für das zirkuläre Handwerk der Zukunft. Es unterstützt Handwerker:innen dabei, Materialflüsse transparent zu dokumentieren, nachhaltige Entscheidungen zu treffen und regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen – ohne den Arbeitsfluss zu unterbrechen.
Dashboard von TRACER™
Kollaboration mit TRACER™
Kundenscreen von TRACER™
Als digitale Schnittstelle zwischen Werkstück, Werkzeug und Wissen begleitet TRACER™ den gesamten Lebenszyklus eines Bauprojekts – von der Beschaffung über die Montage bis hin zur Rückführung.