Unsere Welt wird komplexer – und zugleich verletzlicher. Globale Lieferketten, digitale Systeme und eine stark vernetzte Energieversorgung bilden die Grundlage unseres Alltags. Genau diese Abhängigkeiten machen jedoch die Grundversorgung anfällig. Krisen, Stromausfälle oder logistische Unterbrechungen können innerhalb kurzer Zeit zu Versorgungsengpässen führen.
Diese Entwicklung zeigt:
Versorgungssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Sie muss gestaltet werden!
Der Supermarkt nimmt dabei eine zentrale Rolle ein.
Er verbindet Landwirtschaft, Logistik, Energie und Konsum – ist jedoch bislang fast ausschließlich auf den Normalbetrieb ausgelegt. Im Krisenfall stoßen bestehende Strukturen schnell an ihre Grenzen.
re:markt hinterfragt diese Logik grundlegend. Das Projekt versteht den Supermarkt als Teil kritischer Infrastruktur und entwickelt ein Versorgungssystem, das im Alltag effizient funktioniert und im Ausnahmezustand stabil bleibt.
Im Zentrum steht ein durchgängiges, standardisiertes Boxensystem. Es begleitet Lebensmittel entlang der gesamten Versorgungskette – vom landwirtschaftlichen Betrieb über Logistik, Lager und Verkaufsfläche bis zur strukturierten Ausgabe. So entstehen Transparenz, Skalierbarkeit und klare Verteilmechanismen, die sowohl im Normalbetrieb als auch im Krisenmodus anwendbar sind.
re:markt endet nicht an der Ladentür. Als regionaler Versorgungs-Hub schafft das System unterschiedliche Wege der Distribution. Lebensmittel können vor Ort ausgegeben, über Abholstationen bereitgestellt oder durch Lieferdienste und mobile Pop-up-Ausgaben in Quartiere gebracht werden. So bleibt Versorgung auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder begrenztem Zugang zu digitalen Systemen erreichbar.
Im Krisenfall entsteht kein improvisierter Ausnahmezustand, sondern ein vorbereiteter Modus mit klaren Abläufen, transparenter Organisation und fairer Verteilung.
Der Markt selbst ist als energieautarkes System konzipiert. Photovoltaik, Energiespeicher und intelligentes Lastmanagement sichern Kühlung, Beleuchtung, Kassensysteme und Kommunikation auch bei Stromausfällen. Der modulare Aufbau ermöglicht zudem eine flexible Umnutzung: Verkaufsflächen werden zu Lagerzonen, Servicebereiche zu Ausgabestellen.
re:markt macht sichtbar, dass Resilienz nicht durch individuelle Vorräte entsteht, sondern durch gestaltete Systeme. Eine funktionierende Grundversorgung ist mehr als Logistik – sie ist ein zentraler Pfeiler gesellschaftlicher Stabilität.
re:markt steht für einen neuen Typ Supermarkt: Nachhaltig im Alltag, robust im Ausnahmezustand und zugänglich, wenn es darauf ankommt.