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Cyborg-Centered Design

Potenziale in der Gestaltung und Impuls zur Auseinandersetzung mit der Cyborgisierung

Anna Foltinek

Josephine Rais

Lea Schwegler

Vom Human-Centered Design zum Cyborg-Centered Design? Schneller technologischer Wandel macht zukünftige Entwicklungen kaum kalkulierbar. Technik wird kleiner, günstiger und gelangt näher an den menschlichen Körper. Was passiert, wenn der Mensch mit der Maschine physisch verschmilzt?

Cyborg-Centered Design basiert auf der Erkenntnis, dass sich die Beziehung zwischen Mensch und Technik verändert: die Technik wird zum Teil der menschlichen Identität und Individualität. Der Cyborg ist ein Mensch, der sich dauerhaft durch Technik erweitert.

Die Thesis beschäftigt sich mit der zu Beginn formulierten Forschungsfrage nach dem Stellenwert der Cyborgisierung in der Gestaltung und der Ableitung neuer Potentiale und Aufgaben für zukünftige Gestalter. In die Beantwortung fließen sowohl theoretisches Wissen, welches Erkenntnisse aus Futorologie, Biochemie, Neurologie, Soziologie und Science Fiction umfasst, als auch empirisches Wissen aus Experteninterviews und Feedback von Gestaltern.

Das Ergebnis ist eine Aufforderung zur Stellungnahme und Gestaltung im Kontext der Cyborgisierung. Sie basiert auf der Feststellung einer geringen Präsenz der Thematik bei Gestaltern. Der Ansatz Cyborg-Centered Design beschreibt einen Gestaltungsprozess, bei dem der Cyborg im Zentrum steht. Die im Kontext der Thesis erarbeiteten Anwendungsfelder Body User Interface und Internet of Cyborg sind eine erste Vertiefung der Potenziale für Gestaltung.

Diese Arbeit belegt die Relevanz von Gestaltung in der Cyborgisierung und bildet eine Grundlage für eine Vertiefung. Cyborg-Centered Design inspiriert zur thematischen Auseinandersetzung.