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Gestaltungsmöglichkeiten in der sozialen Mensch-Roboter-Interaktion

Carolin Klein

Franziska Braun

Jessica Glombowski

Serviceroboter erzählen Geschichten, putzen die Wohnung und erinnern an Termine. Sie besitzen bereits heute einen großen Umfang von interaktiven Grundfertigkeiten die Hilfestellungen im alltäglichen Leben älterer Menschen darstellen. Allerdings reichen diese oft rein technischen Funktionen nicht aus, um eine vertrauenswürdige, soziale und akzeptierte Interaktion von Mensch und Roboter zu ermöglichen.

Es stellt sich die Frage, wie müssen Roboter kommunizieren, um eine soziale Bindung mit dem Menschen einzugehen?

Damit solche Systeme für private, menschennahe Anwendungen attraktiver werden, ist es notwendig, sich genau damit auseinanderzusetzen. Dabei stehen Wahrnehmungen von Bewegungen und Emotionen der Roboter im Vordergrund.

Ziel der Arbeit ist die Gestaltung allgemeingültigen Interaktionsstrategien, die sich auf unterschiedliche Robotertypen übertragen lassen. Dabei beleuchtet die Studie drei verschiedene Robotertypen. Die humanoide Form “Pepper”, die Animoide “MiRo” und die abstrakte Form “Neato” (Staubsaugerroboter).

Die Forschungsergebnisse werden in Form verschiedener Interaktionsmodalitäten (wie z. B. Sprache, Blick, non-verbales Verhalten, Farbe, Licht, Ton) festgehalten und exemplarisch angewendet. Die gestalteten Interaktionsstrategien werden in Form von Sketches und Animationen visualisiert. Dabei fokussieren sich die Use Cases auf die Kernbereiche, der Gesundheits- oder Alltagsunterstützung. Innerhalb einer qualitativen Nutzerstudie werden die einzelnen Strategien auf ihre Akzeptanz evaluiert. Basierend auf den Ergebnissen der Nutzerstudie sprechen wir Empfehlungen für die zukünftige Gestaltung von sozialen Mensch-Roboter-Interaktionen aus. Dadurch haben Entwickler und Anbieter von Mensch-Roboter- Systemen die Möglichkeit, die Interaktionsstrategien auf ihre Produkte zu spiegeln und dadurch die User Experience maßgeblich zu verbessern.