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instruments.

Benedikt Walther

Patrick Palau

Tiziano La Cascia

Im Rahmen des Hauptprojekts der „strategischen Gestaltung“ an der HfG in Schwäbisch Gmünd, beteiligte sich das erste Semester an dem Siemens Home Appliances Design Award 2016. Dieser Wettbewerb wurde erstmals ausgelobt. Neben der HfG beteiligten sich weitere Hochschulen an dem Design-Award, der unter dem Slogan „Prototyping the future. Visions of the next generation“, lief. Da sich der Wettbewerb im Kern darum dreht, ein Produkt-Servicesystem für die Hausgeräte der Zukunft zu skizzieren oder zu entwickeln, wurden interdisziplinäre Gruppen gebildet, um unterschiedliche gestalterische Disziplinen abzudecken und sinnvoll zu ergänzen. Besonders im Mittelpunkt stand hierbei das Zusammenspiel aus Produkt- und Interaktionsgestaltung, die idealerweise eine Einheit bilden sollen.

In der Analyse der Küche von 2015 bis 2030 fiel besonders auf, dass Küchengeräte im Weg herumstehen. Zahlreiche Geräte erfüllen ähnliche Funktionen und sind daher nur begrenzt nützlich. Durch die verbauten Teile sind die Produkte schlecht trennbar und daher ressourcenaufwändig. Unter den Aspekten der Effizienz und der größtmöglichen Ressourcenschonung schien die Extrapolation der Technik von Küchengeräten aus ihren formgebenden Hüllen sehr sinnvoll, da einerseits die Form nur durch ihre Funktion definiert wird, wenn man es schafft, die Technik auf eine neue Art zu implementieren.

In einem konkreten Beispiel genannt wäre das so, als würde man die Elektronik aus dem Stabmixer entfernen, um sie auf die wesentlichen Funktionen zu reduzieren. Aus der Technik wird ein Werkzeug. Technik und Küchengerät können jedoch nicht vollständig getrennt werden, daher muss ein bereits in den Küchen vorhandener Raum als Nutzfläche, sprich „Hülle“ für diese Interpretation von Werkzeugen definiert werden. Dabei bietet sich der Herd als Arbeitsfläche an, weil er einerseits den nötigen, physischen Raum bietet und andererseits „Energie“ in Form von Wärme transportiert. Der Ansatz des „Energie-Transfers“, kann an dieser Stelle für den folgenden Ansatz durch kabellose Stromzufuhr ersetzt werden.