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the [darwin] project

Jonathan Aichele

Jasmin Großer

Nico Göckeritz

Robert Mayer

Menschen sind individuell, Produkte sollten es auch sein. 'The [darwin] project' konzipiert einen nachhaltigen Lebenszyklus und denkt die Beziehung zwischen Artefakt und Nutzer durch funktionale und ästhetische Individualisierung neu Konsum ist nicht falsch. Im Gegenteil, Konsum ist wichtig. Jedoch sind die Auswirkungen dessen, wie Konsum heute gelebt wird, auf Mensch und Natur fatal. Lagerkonsum auf Pump, schonungslose Ausbeutung von Ressourcen und das Leben in einer Gesellschaft, in der immer seltener eine Bindung des Verbrauchers zum Gekauften besteht. Die daraus resultierenden Konsequenzen und Probleme sind ebenso komplex wie vielfältig.

Individualisierung kann eine Chance bieten, eben jene emotionale Bindung zwischen Benutzer und Artefakt herzustellen und so einen nachhaltigen Lebenszyklus für Consumer-Produkte zu schaffen. 'The [darwin] project' lässt den Anwender in Kooperation mit einer künstlichen Intelligenz namens iwa seine individuellen Bedürfnisse selbst stillen. Hierbei werden Strukturen durch in der Interaktion mit iwa ermittelte Parameter auf funktionaler und ästhetischer Ebene an die persönlichen Anforderungen angepasst. Intelligente Werkstoffe erlauben es, Verwendungskontext und Zustand der Produkte während ihrer Benutzung zu verfolgen und dem Kunden entsprechende verbesserte 'Evolutionen' anzubieten. Nicht länger benötigte Fabrikate werden abgeholt, recycelt und so wieder in Filament zurück verwandelt.

Angestrebt wird ein Szenario, in welchem sich Materie von ihrer vorbestimmten Form löst und nur noch der temporären Bedürfnisbefriedigung dient. Diese Volumina können sich dann – je nach individueller Anforderung – erneut manifestieren und rekonstruieren. Somit kann ein Volumen verschiedene Aufgaben erfüllen und ist nicht länger an einen Zustand gekoppelt – Artefakte werden zu Zuständen.